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IPS: Information Portal Suite - die bibliothekarische Portal-Software

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IPS ist eine insbesondere für die Informations- und Literaturrecherche ausgelegte Portalsoftware. Neben einer Verwendung als Normen-Portal (Recherche, Pay-per-View-Zugriff) in einigen namhaften Firmen dient sie heute vor allem als Grundlage für bibliothekarische Informationsdienstleistungen. Ihre Flexibilität und Erweiterbarkeit erlaubt die Integration praktisch beliebiger externer Angebote, solange diese über eine API verfügen. Dies ermöglicht insbesondere die Erstellung von Rechercheportalen durch die Integration von Suchmaschinen, die Zusammenführung von Treffern im Rahmen von Metasuchen (zum Beispiel über Z39.50, SRU, HTTP) oder einer Kombination aus beidem.

Funktionsumfang

Im Rahmen der Digitalen Bibliothek (DigiBib) wurden zum Beispiel bisher fast 500 Datenbanken in eine Metasuche integriert. Im früheren vascoda-Portal sowie prototypisch in Release 6 der DigiBib wurde der Zugriff auf Suchmaschinen (FAST, Solr, ElasticSearch) realisiert. Das DigiBib-Portal setzt die IPS daneben aber auch ein, um Browsing-Oberflächen für EZB, DBIS und DigiLink zu schaffen. Ebenso wird der komplexe Bestell-Workflow der Online-Fernleihe innerhalb des DigiBib-Portals mit IPS visualisiert.

Für all diese Anwendungsfälle bietet das Templating-System der IPS eine offene und flexible Grundlage. Reichen dessen Möglichkeiten nicht aus, sind funktionale Erweiterungen des Basis-Systems sind auf mehreren Wegen möglich und erlauben zum Beispiel die einfache Einrichtung von OpenURL- und OpenSearch-Diensten.

Für Personalisierung und Lizenzkontrollen ist die Anbindung lokaler Nutzerdatenbanken über verschiedenste Protokolle (SLNP, HTTP, LDAP, …) möglich. Ebenso kommt aber auch ein Betrieb als Shibboleth Service-Provider in Frage (realisiert zum Beispiel im Bibliotheksportal der UB Freiburg). Über Benutzergruppen und eine Rechteverwaltung kann für authentifizierte Nutzer der Zugriff auf lizenzpflichtige Datenbanken oder lokale Bestände gesteuert werden. Weitere Personalisierungen wie Suchhistorien, (persistente) Merklisten oder die Integration von externen Tools (zum Beispiel RefWorks, BibSonomy) sind ebenso möglich.

Durch diesen Funktionsumfang eignet sich die IPS für die Präsentation des gesamten Angebots einer Bibliothek unter einer einzigen homogenen Oberfläche inklusive der vollständigen Ablösung des WebOPAC. Im auf IPS basierenden Bibliotheksportal der USB Köln ist die Recherche im lokalen Katalog ebenso enthalten wie das Benutzerkonto (mit integrierten Fernleih-Bestellungen), lizenzierte und freie Datenbanken, DBIS, EZB und die Fernleihe. Ein Wechsel zwischen dem Content Management System der Website und den verschiedenen Anwendungen findet für die Benutzer dort nicht mehr statt: sie bleiben stets in der vertrauten virtuellen Umgebung ihrer Hochschulbibliothek.

Betrieb / Technik

Für einen effektiven Betrieb – gute Hardwareauslastung und Vermeidung von Doppelarbeit bei Konfiguration und Wartung - kann die IPS in einer Instanz mehrere unterschiedlich konfigurierbare Standorte verwalten. Steigen dagegen die Anforderungen, ist eine Skalierung über eine Verteilung der Anwendung auf mehrere Server möglich: die DigiBib stellt rund 110 lokalisierte Zugänge ("Sichten") für rund 220 Kunden auf drei Servern bereit.

Weitere Informationen zum Betrieb entnehmen Sie bitte der Zusammenstellung der technischen Voraussetzungen.

Nutzung

Die Portalsoftware IPS ist ursprünglich ein Produkt der Firma IHS Technologies. Das hbz hat 2005 das alleinige Lizenzrecht für den gesamten deutschsprachigen öffentlichen Bereich sowie das Recht am Sourcecode erworben.

Im Rahmen der Nutzung der IPS-Basissoftware besteht auch die Möglichkeit, die Funktionen, Schnittstellen und Datenbankkonfigurationen, die im Rahmen von vascoda und DigiBib durch das hbz erstellt wurden, als Grundstock für ein eigenes Portal zu übernehmen.

Sollten Sie Interesse an der Nutzung der IPS Software auf Kooperations- oder Kostenbasis haben, sprechen Sie uns an.



Kontakt

Christine Baron
Tel.: 0221 / 400 75 - 189
E-Mail: baron@hbz-nrw.de