Langzeitarchivierung
Die Langzeitarchivierung digitaler Daten gilt als eine der größten Herausforderungen an die Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts.
Das Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) hat frühzeitig mit den Vorbereitungen zur Sicherung der langfristigen Verfügbarkeit digitaler Daten begonnen und befindet sich in regem Austausch mit verschiedenen internationalen Institutionen und Initiativen.
Aufbauend auf Projekttreffen mit der National Library of New Zealand werden im hbz derzeit die Interessen der verschiedenen Nutznießer an dieser Dienstleistung analysiert.
Die Stakeholder-Analyse bildet zugleich einen wichtigen Baustein für das strategische Vorgehen bei diesem umfassenden Vorhaben. Sämtliche Schritte des Planungsprozesses werden mit Hilfe des online-basierten Preservation Planning Tools PLATO dokumentiert, das im Rahmen der EU-Initiative PLANETS von der Technischen Universität Wien entwickelt wird.
Auch vor Ort in Köln arbeitet das hbz mit einem von sechzehn PLANETS-Partnern zusammen. Mit dem Institut für Historisch-Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung der Universität zu Köln wird das hbz Teile der technischen Projektergebnisse von PLANETS in einem praxisnahen Umfeld zum Einsatz bringen.
Mit dem Betrieb der LOCKSS(Lots of Copies Keep Stuff Safe)-Box ist das hbz bereits jetzt Teil eines internationalen Netzwerks, das mittels dislozierter Speicherung von eJournals mit der Verfügbarkeitssicherung einzelner Publikationsformen begonnen hat. Im von der Stanford University betreuten LOCKSS-Netzwerk ist das hbz der erste aus Deutschland vertretene Bibliotheksverbund.
Die Langzeitarchivierung von Daten-Hostings wie zum Beispiel für das Projekt Edoweb des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz (LBZ) steht im Fokus der derzeitigen Projektplanungen und Weiterentwicklungen.
Kontakt
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Martin
Iordanidis
Tel.: 0221 / 400 75 - 220 E-Mail: iordanidis@hbz-nrw.de |