FAQ
Wie sollen vor dem produktiven Export Ende Juli 2011 angelegte regionale Normdatensätze behandelt werden?
Die physische Zusammenführung aller bis zum Stichtag des Exports angelegten regionalen Sätze auf ihre DNB-Pendants (Neuzugänge und Dubletten) wird erst mit der Migration zur GND erfolgen. Bis dahin bleiben die regionalen Sätze in den drei hbz-Normdateien stehen.Regionale Sätze, die in Feld 002a ein Datum bis zum 24. Juli 2011 einschließlich enthalten, dürfen weder über die ONS an die jeweilige DNB-Normdatei geschickt noch bearbeitet (korrigiert, gelöscht, umgelenkt) werden.
Begründung:
- Werden regionale Sätze, die bereits als Restmenge an die DNB exportiert und als Neuzugang zurückgespielt worden sind, nochmals über die ONS an eine DNB-Normdatei geschickt, werden sie als überregionale Dublette angelegt werden.
- Werden regionale Sätze bearbeitet, so gehen diese Korrekturen verloren, da sie nicht in die GND migriert werden.
- Werden regionale Sätze gelöscht oder umgelenkt, so entstehen bei der Migration Fehlerprotokolle, deren Bearbeitung zu unnötigen Aufwänden führen würde.
Woran sind die aus der Restmenge importierten Daten zu erkennen?
Die aus den überregionalen Normdateien re-importierten Daten enthalten u.a. folgende Felder/Feldinhalte, die sie als Einspielung aus dem hbz-Verbund erkennbar machen:070_9013
079n 6 oder 7 (sofern nicht bereits bearbeitet)
079r $e DE-605
079r $r DE-605 (bei GKD-Sätzen abweichend von der üblichen Kennung DE-1)
079z regionale IDN, z.B. HP000…bzw. bei GKD-Sätzen
895_regionale IDN, z.B. HK000….
Woran ist zu erkennen, welche überregionale Dublette zu einem regionalen Normdatensatz gefunden wurde bzw. welche überregionale Aufnahme das Pendant zur regionalen Aufnahme aus der Restmenge ist?
Die Identifikationsnummer der überregionalen Dublette bzw. des überregionalen Pendants wird im regionalen Verlierersatz in Feld 029 eingetragen. Diese Identifikationsnummer ist im Direktindex IDS (sonstige Identifikationsnummern) recherchierbar. Der Eintrag der Identifkationsnummer in Feld 029 und der Aufbau des Index wird Anfang der Kalenderwochen 49 erfolgen.Wie wird vorgegangen, wenn Korrekturen an regionalen Sätzen nötig werden?
Wie beschrieben, dürfen alle vor dem Stichtag des Exports angelegten regionalen Sätze (Feld 002 enthält ein Datum, welches vor dem 25. Juli 2011 liegt) weder über die ONS an die jeweilige DNB-Normdatei geschickt noch bearbeitet (korrigiert, gelöscht, umgelenkt) werden.Sollten Korrekturen an regionalen Sätzen notwendig werden, müssen diese stattdessen im überregionalen Pendant durchgeführt werden. Die IDN der zugehörigen überregionalen Normsätze ist in Feld 029 in den regionalen Normsätzen vermerkt (ab Anfang der Kalenderwoche 49).
Korrekturen sind grundsätzlich von den Bibliotheken selbst vorzunehmen. Die Nachbearbeitung der seit dem Normdatenexport bis zur Einspielung der DNB-Normsätze (am 28.11.2011) angefallenen Korrekturen erfolgt ebenfalls durch die Bibliotheken selbst. Es werden dazu keine Anträge an die Redaktionen geschickt. Da die neuen Sätze Level 6 bzw. 7 haben, können sie komplett von den Bibliotheken bearbeitet werden.
Wie wird vorgegangen, wenn Individualisierungen an regionalen Sätzen nötig werden?
Generell gelten die PND-Verbundvereinbarungen in denen geregelt ist, in welchen Fällen und nach welchem Verfahren individualisiert wird. Die dort aufgeführten Verfahren gelten auch für die Daten, die aus der re-importierten Restmenge stammen.Eine Individualisierung an einem vor dem Stichtag des Exports angelegten regionalen Satz wird nicht vorgenommen, der regionale Satz bleibt unverändert. Die damit verknüpften Titel können von der bearbeitenden Bibliothek bei Bedarf mit dem neuen überregionalen individualisierten Personensatz verknüpft werden. Sollte der Aufwand der Umverknüpfung zu hoch sein oder ein passender individualisierter Personensatz erst im Zuge der Bearbeitung durch die hbz-Redaktion angelegt werden, kann gemäß den Verbundvereinbarungen im zu stellenden Redaktionssatz darauf hingewiesen werden.
Welche Konsequenzen ergeben sich für das Redaktionsverfahren?
Anträge zu regionalen Sätzen, die vor dem Stichtag angelegt worden sind, sollen nicht mehr gestellt werden. Noch in der Warteschlange befindliche Anträge zu regionalen Sätzen wurden von den hbz-Redaktionen nur noch bis zum Stichtag des Exports, also bis zum 24.7.2011, bearbeitet.Hintergrund:
Zusammenführungen, bei denen regionale Sätze Verlierersätze sind, können und dürfen bis zur Migration in die GND nicht vorgenommen werden, weil im Rahmen der Dublettenzusammenführung erstellte Konkordanzlisten nur fehlerhaft abgearbeitet würden. Korrekturen bzw. Individualisierungen an regionalen Sätzen sind sinnlos, weil die Sätze im Rahmen der maschinellen Dublettenzusammenführung "gelöscht" (= nicht migriert) werden und Änderungen damit verloren wären.
Anträge zu überregionalen Sätzen dürfen weiterhin an die zuständige hbz-Verbundredaktion gestellt werden.
Wie wird mit regionalen Sätzen umgegangen, die nach dem Stichtag erstellt worden sind, aber nicht über die ONS verschickt wurden?
Grundsätzlich sollen alle Normdatensätze über die ONS geschickt werden. Regionale Sätze, die nicht über die ONS geschickt werden, werden nicht in die GND migriert und sind damit als Normdatensätze nach der Migration in die GND „gelöscht“, d.h. die Verknüpfung im Titel geht ins Leere, es kann lediglich noch unter dem Textstring recherchiert werden. Nach wie vor können aber natürlich Memos mit dem Memotext „ONS“ geschrieben werden, wenn das Versenden über die ONS aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein sollte.
Wie sollen vor dem produktiven Export angelegte regionale Normdatensätze in der Titelkatalogisierung verwendet werden?
Die bestehenden Verbundvereinbarungen sehen vor, dass vorrangig die überregionalen Normdatensätze für die Verknüpfung herangezogen werden sollen.Diese Regelung gilt analog für die Normdatensätze, die als Neuzugänge (aus der Restmenge stammend) in die Verbunddatenbank importiert wurden. Sie gilt auch dann, wenn andere Titelbestände der Bibliothek noch unter dem regionalen Normdatensatz verzeichnet sind, d.h. es soll auch dann für neue Titel der überregionale Normdatensatz verwendet werden.
Liegt kein überregionaler Normdatensatz vor, muss alternativ der regionale Satz zur Titelverknüpfung herangezogen werden.