Berlin, 08. Juli 2008 - Effizient und leistungsstark: die besten Bibliotheken Deutschlands
Der Deutsche Bibliotheksverband stellt die aktuellen Zahlen zur
Leistungsmessung im BIX-Bibliotheksindex vor.
Konkurrenz belebt das Geschäft.
Auch Bibliotheken haben das längst erkannt und scheuen sich nicht, ihre
Leistungsfähigkeit mit der Teilnahme am bundesweiten Bibliotheksranking BIX
unter Beweis zu stellen. Als Bildungs- und Freizeitpartner,
Informationsvermittler und attraktive Orte gesellschaftlichen Lebens messen
sich mehr als 250 Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken in ihren
jeweiligen Größen- oder Fachklassen. An der Spitze der Stadtbibliotheken liegen
dabei in diesem Jahr die Bibliotheken in Würzbug, Ludwigsburg, Biberach,
Wittlich und Abtsgmünd. Die besten Hochschulbibliotheken finden sich an den
Universitäten in Göttingen, Konstanz, den Hochschulen Bonn-Rhein-Sieg und
Zwickau.
Das Ranking enthält 17 Kennzahlen zu unterschiedlichen Aspekten: zum Dienstleistungsangebot
der Bibliothek und ihrer Ausstattung durch den Träger, zum Erfolg bei ihren
Kundinnen und Kunden sowie zum optimalen Einsatz der Sach- und Personalkosten. Der
Bereich „Entwicklung“ zeigt, in welchem Umfang eine Bibliothek fit für die
Zukunft ist. So lässt sich vom Besten lernen, aber auch der Öffentlichkeit ein
transparentes Bild der eigenen Leistung zeigen.
Dass sich die Investition in Bibliotheken lohnt, zeigt sich im BIX vor
allem an den hohen Nutzungszahlen: fünf bis sieben mal pro Jahr wird jedes vorhandene
Buch, jede Lernsoftware oder CD in den Spitzenbibliotheken ausgeliehen. An der
Uni Konstanz klickt sich jede/r Studierende 300 Mal pro Jahr - also praktisch
täglich - durch die elektronischen Angebote der Bibliothek. In dem 7.000
Einwohner-Ort Abtsgmünd (Baden-Württemberg) stellt die Bibliothek mit ihren
Kooperationspartnern gut 130 Veranstaltungen auf die Beine - Vorlesestunden,
Hausaufgabenhilfe, Klassenführungen, Lesungen. Studierende trainieren mit Hilfe
der Hochschulbibliothek Zwickau in über 100 Schulungsstunden ihre Fähigkeiten
im Recherchieren und Nutzen elektronischer Information.
"Bibliotheken sind leistungsstarke Partner im deutschen Bildungssystem", kommentiert Prof. Dr. Gabriele Beger, die Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands. "Der BIX dokumentiert eindrucksvoll, dass Bibliotheken nicht nur ein aktuelles - und zunehmend elektronisches - Medienangebot bereitstellen, sondern Informationskompetenz an Hochschulen vermitteln, aber auch gemeinsam mit Kindertagesstätten und Schulen Lesefähigkeit und Medienkompetenz fördern. Es wird Zeit, dass ihr Bildungsbeitrag durch Bibliotheksgesetze ein sicheres Fundament bekommt."
BIX - der
Bibliotheksindex
wurde 1999 erstmalig
von der Bertelsmann Stiftung mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv)
durchgeführt und erscheint seither jährlich. 2005 übernahmen der dbv und das
Hochschulbibliothekszentrum NRW (hbz) den BIX im Rahmen des Kompetenznetzwerks
für Bibliotheken (KNB), dem Netzwerk für überregionale Bibliotheksaufgaben.
Unterstützt wird der BIX von der Bertelsmann Stiftung, infas Institut für
Sozialforschung und der Zeitschrift B.I.T.-Online.
Der Deutsche
Bibliotheksverband e.V. (dbv)
Im Deutschen
Bibliotheksverband e.V. (dbv) sind ca. 2.000 Bibliotheken aller Sparten und Größenklassen
Deutschlands zusammengeschlossen. Der gemeinnützige Verein dient der Förderung
des Bibliothekswesens und der Kooperation aller Bibliotheken. Sein Anliegen ist
es, die Wirkung der Bibliotheken in Kultur und Bildung sichtbar zu machen und
ihre Rolle in der Gesellschaft zu stärken. Zu den Aufgaben des dbv gehört auch
die Förderung des Buches und des Lesens als unentbehrliche Grundlage für
Wissenschaft und Information, sowie die Förderung des Einsatzes zeitgemäßer
Informationstechniken.
Kontakt: Deutscher
Bibliotheksverband e.V.
Ulla Wimmer -
Koordinatorin des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken
Straße des 17. Juni
114, 10623 Berlin, Tel: (030) 39 00 14 87
e-mail:
wimmer@bibliotheksverband.de, www.bibliotheksverband.de,
www.bibliotheksportal.de
Alle Teilnehmer und
Ergebnisse des BIX 2008 finden Sie unter www.bix-bibliotheksindex.de