From: <Hans-Juergen.RumpfxXhier_at_einsetzenXxstadt.nuernberg.de>
Date: Wed, 26 Jan 2005 15:11:14 +0100
Subject: Hirschhornsalz



Hallo Herr Stoetzer,

im BVB habe ich gefunden: Benedickt, Götz : Geschichte der Backmittel. Bonn, 1989.
Im WWW eine Broschüre des Backmittelinstituts:

http://www.backmittelinstitut.de/infomaterial/broschuere_9.pdf

Vielleicht können Ihnen die Leute vom Backmittelinstitut ja auch weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüssen

Dipl.-Bibliothekar Hans-Jürgen Rumpf
Stadtbibliothek Nürnberg
- Internet-Auskunft -
Gewerbemuseumsplatz 4
90403 Nürnberg
Tel.: 0911/231-8413
e-mail: stb-internet-auskunftxXhier_at_einsetzenXxstadt.nuernberg.de
URL: http://www.stadtbibliothek.nuernberg.de
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http://www.hbz-nrw.de/produkte_dienstl/fortbildung/rabe/set_rabe.html



From: Herr Wirth <B.WirthxXhier_at_einsetzenXxub.uni-frankfurt.de>
Date: Wed, 26 Jan 2005 10:43:50 +0100
Subject: Re: Lteratur =?ISO-8859-1?Q?=FCber_Erich_Lohl?=



Liebe Frau Schmidt,

aus Frankfurt heute nur Negativmeldungen:

Nicht zu finden war Erich Lohl in:
WBIS online (Saur)
DBA, Folge 2 + 3 (die anders als Folge 1 ja noch nicht in WBIS 
integriert sind)
Kürschner Gelehrtenkalender: Ausg. 1950 u. 1954
Wer ist wer? Ausg. 1951

Anscheinend muss Ihnen der Lebenslauf aus der Diss. ausreichen.
 

Gruss,
Bernhard Wirth

renata schmidt schrieb:

>Liebe Kolleg(inn)en,
>
>über die Deutsche Internetbibliothek erreichte uns
>folgende Anfrage:
>
>Gesucht wird Literatur über Lohl, Erich.
>Lohl hat 1937 den Titel:"Das pädagogische Erbe des
>Liberalismus und das völkische Weltbild", geschrieben.
>Hat jemand eine Idee, wo man etwas über diese Person
>finden kann?
>Vielen Dank!
>
>  
>

-- 

Bernhard Wirth
Universitaetsbibliothek J. C. Senckenberg, Abt. Frankfurt / Rara
Bockenheimer Landstrasse 134-138, 60325 Frankfurt am Main
Tel. 069/798-39248
http://www.ub.uni-frankfurt.de/ffm.htm


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From: hbk <borkxXhier_at_einsetzenXxplb.de>
Date: Wed, 26 Jan 2005 10:12:51 +0100
Subject: nur etwas Info  =Re: ?Hirschhornsalz, 



Stoetzer, Ralf schrieb:
> Geschichte des 
 > Hirschhornsalzes
Salü nach Essen, hier eher ein paar Umfeldinformationen,
die vielleicht beim weiter suchen in Büchern und Internet
helfen können, denn ein Werk dazu muss ja
nicht auf Deutsch erschienen sein:
dt:	Ammoniumcarbonat, real aber ein Gemisch
engl: 	hartshorn salt
frz: 	sel de cerne de cerf
ital:	carbonato d'ammonio
span:	cuerno de ciervo

 >lt. Lexikon auch Ammonium genannt):
"Ammonium" ist der Name die NH4-Gruppe und
- wie "Gruppe" andeutet - gewöhnlich
Teil einer Verbindung, also keine selbständige Substanz,
Beispiele für solche Verbindungen s.u.

Hirschhornsalz ist ein *"Natur"produkt*, das
*weiter verarbeitet* wird
man nimmt Horn verschiedenen Ursprungs,
zerkleinert es und erhitzt es in einem *Gefaess* oder
auf einer Platte oder in einem Ofen - getrennt vom Feuer.
Mit dem Feuer darunter in Berührung gekommen
würde Horn nämlich übel riechend verbrennen.
Bei dieser *trockenen Destillation*, trockenen Erhitzen,
bleiben harte gelblich werdende Krusten und Blöcke übrig,
die in den Handel kommen.
Die Frage, ob das nicht auch etwas appetitlicher ginge,
dürfte in wirtschaftlichem Zusammenhang keine Rolle spielen.
Entscheidend sind ja Kosten und verfügbarkeit des Rohstoffes
und Einfachheit der Herstellungsmethode.
Folgerungen weiter unten.

Sie sind ein *Gemisch* aus
1 TL (NH4)2 CO3 alias Ammoniumcarbonat
2 TL (NH4) HCO3 alias Ammoniumhydrogencarbonat
und etwas NH4OOCNH2 alias Ammoniumcarbamat.

Traditionell *verwendet* man H. u.a. als Backtriebmittel,
denn beim Erhitzen zerlegt es sich im Teig
in lauter Gase, deren Bläschen den Teig lockern, z.B.
(NH4) HCO3 ---> NH3 + CO2 + H2O
NH4OOCNH2 ---> 2 NH3 + CO2

NH3 heisst auch Ammoniak und riecht und schmeckt stechend
(Riechfläschchen), man kennt es in dm Haushalt
auch als Bestandteil vieler Putzmittel.
Beim Backen merkt man davon aber nichts mehr,
denn im Ofen verfliegt alles, WENN der Kuchen klein und flach ist
und es die Gasbläschen darum nicht so weit bis zur Oberfläche haben.
Darum ist H. in D. für "kleine, flache Backwaren zugelassen"
laut Anl. 2 zu §2 Abs. 2 der ZZulV
In der EU trägt das Ammoniumcarbonat Kurznamen E 503.
Erwähnt wird neben Plätzchen im Allgemeinen
auch Lebkuchen, man könnte also in
*alten Lebkuchen-Rezepten* suchen.
Für dickeres Backwerk nimmt man auch Hydrogencarbonat als
Backpulver, aber statt Ammonium- die Natrium-Version.
Das Natrium kann verdampft nicht, sondern bleibt im Kuchen,
fällt aber geschmacklich nicht weiter auf.

>wann und wo haben die Menschen mit der Herstellung 
>und Verwendung von Hirschhornsalz begonnen? 
>Der Titel 
>"Der nordische Bezoar oder Das wunder-würdige Hirsch-Horn-Saltz ... 
 >/ von Johann Valentin Willius. 1676"
>ist vielleicht schon eine Zeitmarke?
Das scheint eine Marke zu sein für die Bekanntheit zu diesem Zeitpunkt
dass jemand allein darüber ein ganzes Buch geschrieben hat und ein 
Drucker erwartete, dass er genuegend Kunden finden würde.

Aber die Herstellung und Verwendung war ganz sicher schon sehr viel sehr 
viel *früher* bekannt. Das wäre eher ein Frage an Archäologen,
die Hornreste aus der Produktion gefunden haben könnten.
Das Produkt selber können sie ziemlich sicher nicht gefunden haben, denn 
alle Bestandteile lösen sich wunderbar in Wasser, z.B. Regen
und sind dann weg, sodaß  nach ein paar hundert Jahren
wohl kaum mehr etwas übrig sein dürfte.

Eine andere Quelle könnten *alchemi*stische Schriften sein,
natuerlich auch arabische, schliesslich kann man so etwas
herstellen, wenn man nur Horn und Feuer hat. Und das
gab es ja auch schon vor 1676. Dann könnte man
auch noch bei die anderen alten Kulturen zu suchen:
China, Indien, Ägypten ....
OK, dies ist nicht die schnelle Lösung,
aber vielleicht hilft es ja jemand beim Suchen weiter.
Viel Erfolg wünscht hbk, SP


PS 	Andere Verwendungen von Ammoniumcarbonat:

-	Spülmittel in der Wollfärberei (seit wann...?)
-	Beize beim Färben (seit wann...?)
-	Triebmittel in ABC-Feuerlöschern
-	Caseinfarben
-	Fotoentwicklerzusatz

PPS	Schnelle Quelle:

o	Römpp: Chemielexikon, 1992
o	Vollmer, Günter: Chemie in Bad und Küche, 1991
o	Römpp Lexikon Lebensmittelchemie,1995
*************
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From: "Stoetzer, Ralf" <Ralf.StoetzerxXhier_at_einsetzenXxstadtbibliothek.essen.de>
Date: Wed, 26 Jan 2005 08:37:58 +0100
Subject: ?Hirschhornsalz



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Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Eine Kundin braucht Informationen =FCber die Geschichte des Hirschhornsal=
zes (lt. Lexikon auch Ammonium genannt): wann und wo haben die Menschen m=
it der Herstellung und Verwendung von Hirschhornsalz begonnen? Der Titel =
"Der nordische Bezoar oder Das wunder-w=FCrdige Hirsch-Horn-Saltz ... / v=
on Johann Valentin Willius. 1676" ist vielleicht schon eine Zeitmarke?
1000 Dank im voraus!=20
Ralf St=F6tzer, Stadtbibliothek Essen
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