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Hintergrund

Das Lizenz-Administrations-System für elektronische Ressourcen (LASeR) soll auf der Basis einer zentralen Knowledge Base eine einheitliche Nutzung von Daten zur Lizenzverwaltung elektronischer Ressourcen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene ermöglichen.

Fehlende ERM-Systeme für die deutsche Informationsinfrastruktur

Neue Arbeitsweisen und Organisationsformen in der wissenschaftlichen Forschung und der damit einhergehende Bedarf an aktuellen Daten, Informationen und Ergebnissen führen zu einer stetig steigenden Anzahl heterogener digitaler Publikationen. Elektronische Ressourcen wie Datenbanken, E-Journals und E-Books gehören deshalb mittlerweile wie selbstverständlich zum Bestand wissenschaftlicher Bibliotheken und haben oft bereits einen Anteil von über 50% am Erwerbungsetat.

Im Gegensatz zu dieser hohen Marktdurchdringung fehlt es derzeit aber noch an geeigneten Lösungen zur Verwaltung elektronischer Ressourcen. Die bewährten integrierten Bibliothekssysteme können die speziellen Anforderungen nicht bedienen, die das Management elektronischer Ressourcen mit sich bringt. Bibliothekssysteme der neuen Generation können zwar die bilaterale Lizenzierung elektronischer Ressourcen bewältigen, die konsortialen Strukturen des deutschen Bibliothekswesens sind aber zu speziell, als dass sie durch die großen kommerziellen Anbieter berücksichtigt werden könnten. Daher existieren Insellösungen ohne Vernetzung zur sonstigen bibliothekarischen Infrastruktur: Daten werden in Excel-Tabellen dokumentiert, die Kommunikation mit Anbietern und Konsortialstellen erfolgt per Mail statt über elektronische Abfrage- oder Bestellsysteme und spezielle Datenbanklösungen decken nur die institutionsspezifischen Arbeitsabläufe ab. Daraus resultiert verstärkt Doppelarbeit, da Daten sowohl in den konsortial genutzten Lösungen, als auch in den lokalen Systemen nachgehalten und gepflegt werden müssen. Es fehlt ein geeignetes Instrument zur Verwaltung elektronischer Ressourcen, das die Anforderungen von Bibliotheken und Konsortialführern gleichermaßen berücksichtigt.

DFG-Ausschreibung "Neuausrichtung überregionaler Informationsservices"

Die DFG hat die Notwendigkeit eines solchen Instruments erkannt und 2012 im Rahmen der Ausschreibung Neuausrichtung überregionaler Informationsservices im Themenfeld 3 die Entwicklung eines bundesweit verfügbaren Electronic-Resource-Management-Systems (ERMS) angestoßen. Dem gemeinsamen Projektantrag des hbz, der UB Frankfurt, der UB Freiburg und der VZG entsprechend wurden Mittel für die Evaluation der Nutzeranforderungen und möglicher zugrundeliegender Systeme sowie für die Konzeption des Datenmodells bewilligt.

Nach Abschluss dieser Arbeiten bewilligte die DFG 2016 den Fortsetzungsantrag mit einer Laufzeit von drei Jahren. Damit kann auf Grundlage der in der ersten Phase gewonnenen Erkenntnisse die Software-Lösung LASeR entwickelt und als Dienstleistung für Bibliotheken und Konsortialstellen angeboten werden.

Die Lösung: LASeR

Das Lizenz-Administrations-System für elektronische Ressourcen (LASeR) soll als ERMS für Bibliotheken und Konsortialstellen auf der Basis einer zentralen Knowledge Base eine einheitliche Nutzung von Daten zur Lizenzverwaltung elektronischer Ressourcen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene ermöglichen. Basierend auf einem modularen Aufbau wird über Schnittstellen der Nationale Statistikserver integriert, um so eine komfortable Auswertung statistischer Daten zur Nutzung lizenzierter elektronischer Medien gewährleisten zu können. Insbesondere Bibliotheken sollen über diese Anbindung beim bedarfsgerechten Einsatz von Budgets für eine kontinuierlich wachsende Anzahl elektronischer Ressourcen unterstützt werden. Über ein internes Rechtemanagement wird der Zugriff auf die Lizenzdaten kontrolliert, so dass eine Einrichtung ausschließlich jene Daten einsehen und nachnutzen kann, für die sie berechtigt ist. Offene Schnittstellen machen das ERMS in andere Systeme integrierbar und ermöglichen die Generierung von ausgekoppelten Services als Mehrwert.


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