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IPS-Portalsoftware

Die "Information Portal Suite" (IPS) ist eine insbesondere für die Informations- und Literaturrecherche ausgelegte Portalsoftware. Sie dient als Grundlage für bibliothekarische Informationsdienstleistungen im Internet.

Die Flexibilität und Erweiterbarkeit der IPS erlaubt die Integration beliebiger externer Angebote, sofern diese über eine entsprechende API verfügen. Dies ermöglicht die Erstellung von Rechercheportalen durch die Implementierung von Suchmaschinen, die Zusammenführung von Treffern im Rahmen von Metasuchen (zum Beispiel über Z39.50, SRU, HTTP) oder durch eine Kombination aus beidem.

Funktionsumfang

Im Rahmen der Digitalen Bibliothek (DigiBib) werden zum Beispiel aktuell fast 580  Datenbanken für die Metasuche angeboten. In der DigiBib-Produktlinie IntrX wurde der Zugriff auf Suchmaschinen (Solr, ElasticSearch, für den lokalen Bestand) und Discovery Systeme (EDS, ehem. Findex) realisiert und inzwischen bei mehreren Bibliotheken mit dem EDS-Index von EBSCO in den Produktionsbetrieb überführt. Die Produktlinie IntrO stellt zusätzlich über Schnittstellen zum lokalen Bibliothekssystem Benutzerkonto und Funktionalitäten im Portal dar. Das DigiBib-Portal setzt die IPS darüber hinaus ein, um Browsing-Oberflächen für EZB, DBIS und DigiLink zu schaffen. Überdies wird der komplexe Bestell-Workflow der Online-Fernleihe innerhalb des DigiBib-Portals mit IPS visualisiert.

Für all diese Anwendungsfälle bietet das Templating-System der IPS eine offene und flexible Grundlage. Funktionale Erweiterungen des Basis-Systems sind auf mehreren Wegen möglich und erlauben zum Beispiel die einfache Einrichtung von OpenURL- und OpenSearch-Diensten.

Für Personalisierung und Lizenzkontrollen ist die Anbindung lokaler Nutzerdatenbanken über verschiedenste Protokolle (SLNP, NCIP, HTTP, LDAP, …) möglich. Ebenso kommt ein Betrieb als Shibboleth-Service-Provider in Frage. Über Benutzergruppen und eine Rechteverwaltung kann für authentifizierte Nutzer der Zugriff auf lizenzpflichtige Datenbanken oder lokale Bestände gesteuert werden. Weitere Personalisierungen wie Suchhistorien, (persistente) Merklisten oder die Integration von externen Tools (zum Beispiel RefWorks, BibSonomy) sind gleichfalls möglich.

Durch diesen Funktionsumfang eignet sich die IPS für die Präsentation des gesamten Angebots einer Bibliothek unter einer einzigen homogenen Oberfläche. Dies zeigt sich insbesondere bei den Kunden der IntrO/IntrOX-Produktlinie, bei denen die WebOPACs verschiedener Lokalsysteme durch eine IPS-basierte Lösung ersetzt und zudem um einen kommerziellen Suchindex ergänzt wurden. Ein weiteres Beispiel ist das auf der IPS basierende Bibliotheksportal der USB Köln, in dem die Recherche im lokalen Katalog ebenso enthalten ist wie das Benutzerkonto (mit integrierten Fernleih-Bestellungen), lizenzierte und freie Datenbanken, DBIS, EZB und die Fernleihe. Bei der USB Köln besonders gut gelungen ist die nahtlose Integration von CMS-basierter Website und IPS-Portal, durch die die Nutzer stets in der vertrauten virtuellen Umgebung ihrer Hochschulbibliothek bleiben.

Betrieb/Technik

Für einen effektiven Betrieb – gute Hardware-Auslastung und Vermeidung von Doppelarbeit bei Konfiguration und Wartung – kann die IPS in einer Instanz mehrere unterschiedlich konfigurierbare Standorte verwalten. Bei steigenden Anforderungen ist eine Skalierung über eine Verteilung der Anwendung auf mehrere Server möglich: Die DigiBib stellt über 120 lokalisierte Zugänge ("Sichten") für mehr als 260 Kunden auf vier Servern bereit.

Weitere Informationen zum Betrieb können der Zusammenstellung der technischen Voraussetzungen (im Wiki für Kunden und Partner des hbz) entnommen werden.

Nutzung

Die Portalsoftware IPS ist ursprünglich ein Produkt der Firma IHS Technologies. Das hbz hat 2004 das alleinige Lizenzrecht für den gesamten deutschsprachigen öffentlichen Bereich sowie das Recht am Sourcecode erworben.

Für Kunden, welche die IPS-Basissoftware nutzen, besteht die Möglichkeit, die Funktionen, Schnittstellen und Datenbankkonfigurationen, die im DigiBib-Kontext durch das hbz erstellt wurden, als Grundstock für ein eigenes Portal zu übernehmen.

Sollten Sie Interesse an der Nutzung der IPS Software auf Kooperations- oder Kostenbasis haben, sprechen Sie uns bitte an.

Kontakt

Elmar Schackmann
Telefon: +49 221 400 75 - 181
E-Mail:

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